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Projekt

Museumsberatung und
-zertifizierung in Schleswig-Holstein

FAQ

Anmeldung

Eine verbindliche schriftliche Anmeldung erfolgt auf dieser Homepage unter dem Menüpunkt „Anmeldung“ oder mit dem Anmeldeformular im Downloadbereich. 

Die Anmeldefrist für den Jahrgang 2017 ist bereits abgelaufen.

Die Anmeldefrist für den Jahrgang 2018 läuft vom 1. September bis zum 1. Oktober 2017.

Am Projekt können alle Museen in Schleswig-Holstein teilnehmen, die im Sinne der 2010 von ICOM erarbeiteten Museumsdefinition arbeiten und sich den „Ethischen Richtlinien für Museen“ verpflichten. Die „Ethischen Richtlinien für Museen“ finden Sie im Downloadbereich dieser Homepage. Es können Museen jeglicher Größe und aller Sparten teilnehmen – von Kunstmuseen, Spezialmuseen (z. B. Künstlermuseen, Schallplattenmuseen, Feuerwehrmuseen), Historischen Museen, Stadt- und Regionalmuseen, Heimatmuseen über Freilichtmuseen bis hin zu Naturkundemuseen. Ausschlusskriterien finden Sie ebenfalls im Downloadbereich.

 

Museumsdefinition von ICOM:

„Ein Museum ist eine gemeinnützige, auf Dauer angelegte, der Öffentlichkeit zugängliche Einrichtung im Dienste der Gesellschaft und ihrer Entwicklung, die zum Zwecke des Studiums, der Bildung und des Erlebens materielle und immaterielle Zeugnisse von Menschen und ihrer Umwelt beschafft, bewahrt, erforscht, bekannt macht und ausstellt.“

(Ethische Richtlinien für Museen von ICOM, 2010)

Aufgrund der Finanzierung des Projekts durch das Ministerium für Justiz, Kultur und Europa in Schleswig-Holstein können keine Hamburger Museen am Projekt teilnehmen.

Nein, eine Mitgliedschaft im Museumsverband Schleswig-Holstein und Hamburg e. V. ist nicht erforderlich.

Das Eingangsdatum der verbindlichen Anmeldung entscheidet über eine Zusage. Voraussetzung ist, dass es sich um ein Museum im Sinne der Museumsdefinition von ICOM aus dem Jahr 2010 handelt (s. Wer kann sich anmelden?). 

Die Teilnehmergebühr beträgt 1.000,00 € und ist nach Erhalt der Teilnahmebestätigung zu entrichten. 

Ablauf

Das Verfahren beginnt am 15. Januar eines Jahres und endet am 15. Dezember desselben Jahres.

Ablauf 2017:

26. Januar 2017: Informationsveranstaltung für die teilnehmenden Museen

Februar – Mai 2017: Beratungstermine in den Museen

April – Juli 2017: 6 Pflichtseminare zu den von ICOM definierten Standards für Museen

16. Oktober 2017: Abgabe der Pflichtdokumente, Behebung der Monita

20.November 2017: Jurysitzung

15. Dezember 2017: Feierliche Zertifikatübergabe

 

Terminänderungen sind möglich.

Beratungstermine

Der Beratungstermin wird von einer/em Museumsexpertin/en und der Projektleitung mit der Museumsleitung durchgeführt.

Als Museumsberater arbeiten folgende Museumsexperten im Projekt mit:

Dr. Brigitte Heise
Dr. Peter Thurmann
Prof. Dr. Ulrich Schulte-Wülwer
Prof. Dr. Rolf Wiese

 

 

14 Tage vor dem Beratungsgespräch muss der ausgefüllte Fragebogen (s. Downloadbereich) an die Projektleitung geschickt werden. Auf der Grundlage dieses Fragebogens erstellen der/die Museumsberater/in und die Projektleitung eine individuelle Agenda der Punkte, die für das jeweilige Museum problematisch sind. Auf diese wird beim Rundgang besonders geachtet und beim Beratungsgespräch besonders eingegangen.

Am Anfang steht ein Museumsrundgang mit der Museumsleitung. Er verläuft vom Außenbau (äußeres Erscheinungsbild) über den Empfang, die Garderobe (Schließfächer), die Sanitäranlagen, die Ausstellungsräume bis ins Depot.

Nach einer Mittagspause beginnt der zweite Teil mit der Besprechung des Fragebogens mit der Museumsleitung. Hieran schließt sich das Beratungsgespräch mit der Benennung der Defizite.

Etwa 14 Tage nach dem Beratungsgespräch erhalten Sie ein ausführliches Protokoll. Es gliedert sich in eine Liste der Monita, die erfüllt werden müssen, um das Zertifikat zu erhalten und Empfehlungen, deren Berücksichtigung wünschenswert wären.

Nach dem Abgabetermin der Pflichtdokumente am 16. Oktober 2017 kommen die Museumsberater noch einmal zu einem vereinbarten Termin in Ihr Museum, um sich ein Bild von der Behebung der Monita und Empfehlungen zu machen.

In der Regel sind die Monita zum Abgabetermin der Pflichtdokumente am 16. Oktober 2017 zu beheben. In Ausnahmefällen, etwa, wenn größere Investitionen erforderlich sind, die erst im Haushalt eingestellt werden müssen, kann die Frist verlängert werden. Die Frist wird Ihnen bei der Übersendung der Monitaliste mitgeteilt.

Fortbildungsprogramm

Das Fortbildungsprogramm mit den sechs Pflichtseminaren erhalten Sie bei der Projektleitung oder im Downloadbereich dieser Homepage. Alle Fortbildungen werden zu den von ICOM definierten Standards für Museen veranstaltet. 

Je nach Museumstyp nimmt die Museumsleitung (kleinere Museen mit nur einem/er wissenschaftlichen Mitarbeiter/in) oder der/die entsprechende Mitarbeiter/in des betreffenden Bereichs teil (z. B. Restaurator/in, Veranstaltungsmanagement, Museumspädagogen, Pressestelle).

Alle Fortbildungen finden in Schleswig-Holstein statt. Die einzelnen Orte finden Sie im Fortbildungsprogramm im Downloadbereich oder im Menüpunkt "Fortbildung".

Alle Fortbildungen sind ganztägig. Die Uhrzeiten finden Sie im Menüpunkt "Fortbildung" oder im Fortbildungsprogramm im Downloadbereich.

Die Teilnahmegebühr für die 6 Pflichtseminare ist in dem Teilnahmebeitrag für die Museumsberatung und -zertifizierung enthalten. Für Zusatzangebote wird ein Beitrag von 70,00 € / Tagesseminar erhoben. 

Teilnehmer, die sich nicht am Verfahren der Museumsberatung und -zertifizierung beteiligen, müssen einen Teilnehmerbeitrag von 70,00 € / Tagesseminar entrichten.

Pflichtdokumente

Die Liste der Pflichtdokumente erhalten Sie von der Projektleitung oder im Downloadbereich dieser Homepage. Sie geben Aufschluss über die dauerhafte institutionelle und finanzielle Basis Ihres Museums, die sachgemäße Verwahrung und Inventarisierung Ihrer Exponate, Ihre Öffentlichkeits- und Vermittlungsarbeit, die Sicherheit und Barrierefreiheit in Ihrem Museum und über Ihr Personalmanagement.

Sie dienen der Jury - neben dem Protokoll des Beratungstermins - als Grundlage für die Beurteilung Ihres Museums und die Entscheidung über die Vergabe des Zertifikats.

Die Pflichtdokumente sind am 16. Oktober 2017 bei der Projektleitung einzureichen.

Jurysitzung

Über die Vergabe des Zertifikats an Ihr Museum entscheidet eine Fachjury aus Museumsexpertinnen und -experten. Der Fachjury gehören an:

Guido Froese, Geschäftsführer, Nordkolleg Rendsburg
Dr. Brigitte Heise, Kuratorin i. R., Museum Behnhaus Drägerhaus, Lübeck
Christian Leonhardt, Restaurator, Restaurierungszentrum Kiel
Monika Peters, Verbandsdirektorin, Landesverband der Volkshochschulen Schleswig-Holsteins
Dr. Carsten Porskrog Rasmussen, Direktor, Schloss Sonderburg, Dänemark
Helmut Sander, Geschäftsführer i. R., Historische Museen in Hamburg
Prof. Dr. Ulrich Schulte-Wülwer, Direktor i. R., Museumsberg Flensburg
Claudia Sieg, Ministerium für Justiz, Kultur und Europa in Schleswig-Holstein
Prof. Dr. Rolf Wiese, Geschäftsführer, Freilichtmuseum am Kiekeberg
Prof. Dr. Jörn Henning Wolf, Vorsitzender, Museumsverband Schleswig-Holstein und Hamburg

Es gibt festgelegte Kriterien. Diese sind in den "Richtlinien für die Museumszertifizierung" nachzulesen, die Sie bei der Projektleitung oder im Downloadbereich dieser Homepage erhalten.

Grundlage des Juryentscheids sind das Protokoll des Beratungstermins, der mündliche Bericht der/des Museumsberaterin/s, die Behebung der bei Ihnen festgestellten Monita und Ihre eingereichten Pflichtdokumente.

Nach einer ausführlichen Diskussion stimmt die Jury über die Vergabe des Zertfikats an Ihr Museum ab.

 Etwa 1 Woche nach der Jurysitzung erhalten Sie eine schriftliche Benachrichtigung über den Juryentscheid.

Zertifikat

Das Zertifikat besteht aus einer Plakette, die Sie im Außenbereich Ihres Museums anbringen können sowie einer Urkunde und einem Juryurteil, das bei der Zertifikatübergabe verlesen wird.

Ein Beispiel der Plakette finden Sie im Downloadbereich dieser Homepage.

Die Kosten für die Plakette sind im Teilnehmerbeitrag der Museumsberatung und -zertifizierung enthalten.

Die feierliche Zertifikatübergabe findet am 15. Dezember 2017 von 17.00 - 19.00 Uhr auf dem Museumsberg Flensburg statt.

An der Zertifikatübergabe nehmen die Museumsleitung, ggf. offizielle Vertreter des Trägers des Museums und der Stadt sowie die/der Vorsitzende des Museumsvereins teil. 

Das Zertifikat hat eine Gültigkeit von 5 Jahren. Danach ist eine Rezertifizierung erforderlich.

  • Das Zertifizierungsverfahren ist eine prozessorientierte Optimierung Ihrer Museumsarbeit.
  • Der Fragebogen zur Selbstevaluation ist eine Bestandsaufnahme Ihres Museums.
  • Sie erhalten ein individuelles Beratungsgespräch von ausgewiesenen Museumsfachleuten.
  • Aus den schriftlichen Monita und Empfehlungen der Museumsberater ergibt sich ein individueller Maßnahmenplan zur Optimierung Ihres Museums.
  • Sie erhalten spezielle Fachkenntnisse durch das Fortbildungsprogramm zu den vom Deutschen Museumsbund (DMB) formulierten Standards für Museen.
  • Die Pflichtkonzepte ergeben ein "Handbuch" für Ihr Museum, das sie neuen Mitarbeiter/innen als umfassende Information zu Ihrem Haus überreichen können.
  • In das Zertifizierungsverfahren werden alle Mitarbeiter/innen Ihres Museums einbezogen, die Verleihung des Zertifikats ist eine Auszeichnung aller Museumsmitarbeiter/innen und eine Motivation für Ihr ganzes Team.
  • Sie werden einbezogen in das Netzwerk der zertifizierten Museen Schleswig-Holsteins und werden zu Netzwerktreffen eingeladen.
  • Von den Museumsbesuchern wird die Plakette als ein Gütesiegel für Ihr Museum wahrgenommen.
  • Stärkung Ihrer Position gegenüber Ihrem Träger.
  • Stärkung Ihrer Position bei Sponsoren und Landeszuwendungen.

Netzwerktreffen

Pro Jahr wird ein Netzwerktreffen veranstaltet, es findet in der Regel in der Zeit von 15:00 Uhr – 18:00 Uhr statt.

Das diesjährige Netzwerktreffen der zertifizierten Museen findet am 12. Juni 2017 von 15:00 - 18:00 Uhr im Museum Tuch + Technik in Neumünster statt. Nadine Rasche und Werner Schulte, Ausstellungsgestalter am Deutschen Historischen Museum in Berlin, werden uns über eine inklusiv gestaltete Ausstellung informieren. Im Anschluss daran freuen wir uns wieder auf einen anregenden kollegialen Austausch bei Kaffee und Kuchen

Die Netzwerktreffen finden an wechselnden Orten in Schleswig-Holstein statt, in der Regel in einem der bereits zertifizierten Museen.

 

 

Am Netzwerktreffen nehmen die Museumsleiter/innen der bereits zertifizierten und der noch im Verfahren der Museumsberatung und -zertifizierung befindlichen Museen teil. Die Museumsleitung kann eine/n Vertreter/in entsenden oder bis zu zwei Mitarbeiter/innen mitnehmen.